Eine schlüsselfertige Website kostet 2026 zwischen 500 € für eine Template-Visitenkarte und 35.000 € und mehr für einen Online-Shop mit Integrationen. Arbeitsrichtwerte: Landingpage 1.000–3.500 €, Corporate Website 1.800–18.000 €, Template-Shop ab 3.500 €. Bei Metropol-Agenturen in München, Zürich oder Wien liegt der durchschnittliche Auftragswert einer Corporate Website schnell beim Anderthalb- bis Zweifachen dessen, was ein verteiltes Team berechnet.

Das Problem: Diese Spannen sagen nichts über das Wichtigste — welche Variante das Geld zurückbringt. Dieser Artikel ist keine weitere „Von-bis“-Preisliste. Wir gehen die Preistabelle durch, schlüsseln die Kalkulation nach Phasen auf, zeigen die Kosten, über die Angebote schweigen, und rechnen in Zahlen nach, wann eine Website für 10.500 € günstiger ist als eine für 3.500 — und wann umgekehrt.

Preistabelle: Was eine Website nach Typ kostet

Der Preis hängt von zwei Achsen ab: was gebaut wird (Website-Typ) und wer baut (Anbieter-Level). Die Spannen unten sind Arbeitsrichtwerte des Markts für 2026, zusammengetragen aus öffentlichen Preislisten von Studios, Freelancer-Plattformen und unseren Kalkulationen. Es ist der Preis der schlüsselfertigen Entwicklung — ohne Budget für Werbung und Suchmaschinenmarketing.

Website-TypFreelancer / BaukastenWebstudioFull-Service-Agentur
Visitenkarten-Website (5–10 Seiten)200–600 €600–1.800 €ab 1.800 €
Landingpage für Traffic250–800 €1.000–3.500 €3.000–8.000 €
Corporate Website700–1.800 €1.800–6.000 €6.000–18.000 €
Online-Shop1.200–3.000 € (Template)3.500–9.000 €9.000–35.000 €+

Wie Sie die Tabelle lesen: Die Spalten unterscheiden sich nicht durch „Gier“, sondern durch den Leistungsumfang. Der Freelancer baut die Website nach Ihrem Briefing — Analyse, Texte und Traffic bleiben bei Ihnen. Das Studio ergänzt Design und Prozesse. Die Full-Service-Agentur konzipiert die Website von der Geschäftsaufgabe her: Zielgruppenanalyse, Angebot, Prototyp auf Datenbasis, SEO-Basis im Code, Analytics — und verantwortet, dass die Website Traffic konvertiert, statt nur zu existieren.

Zum Metropol-Aufschlag Agenturen in München, Zürich oder Wien kalkulieren hohe Gehälter und Bürokosten in den Auftragswert ein — eine durchschnittliche Corporate Website wird dort schnell doppelt so teuer. Dabei ist eine Website ein digitales Produkt: Ein verteiltes Team baut sie genauso gut und 30–50 % günstiger. Zahlen Sie für Expertise und Prozesse, nicht für die Adresse in der Innenstadt.

Warum dieselbe Website 1.500 € oder 15.000 € kostet

Ein Auftraggeber schickt dasselbe Briefing an fünf Anbieter und erhält Kalkulationen von 1.500 € bis 15.000 €. Das ist keine Lotterie — hinter der Differenz stehen konkrete Multiplikatoren:

  • Tiefe der Analyse. „Wir gestalten nach Referenzen“ und „wir untersuchen Zielgruppe und Wettbewerber und bauen das Angebot je Segment“ sind verschiedene Arbeiten. Das Erste ist Design, das Zweite Marketing. Konvertieren tut das Zweite.
  • Design: Template oder Custom. Ein Template ist 3–5-mal günstiger und für eine Visitenkarte eine ehrliche Wahl. Individuelles Design braucht es dort, wo die Website in einer Nische mit starken Wettbewerbern um Aufmerksamkeit kämpft — und ab dem ersten Bildschirm Vertrauen erzeugen muss.
  • Funktionen und Integrationen. Jede Integration — CRM, Warenwirtschaft/ERP, Zahlungsanbieter, Versand, Kundenkonto, Rechner — ist ein eigener Arbeits- und Testblock. Genau die Integrationen treiben einen Shop von 3.500 € auf 35.000 €.
  • Content. „Texte liefert der Auftraggeber“ ist die Standardzeile, die dem Anbieter 10–15 % der Kalkulation spart und das Projekt anschließend monatelang im Status „wir warten auf Texte“ hält. Schreibt der Dienstleister die Texte, ist es teurer — aber die Website geht live.
  • Performance und SEO-Basis im Code. Eine Website, die von Anfang an nach den Anforderungen der Suchmaschinen gebaut ist — semantisches Markup, Ladezeit (Core Web Vitals), strukturierte Daten, Struktur nach Suchnachfrage —, ist in der Entwicklung teurer und in der Vermarktung um ein Vielfaches günstiger: Nichts muss neu gebaut werden.

Ein eigener Sparposten im Jahr 2026 sind KI-Werkzeuge in der Produktion: Prototypen, Design-Varianten und Content-Entwürfe entstehen um ein Vielfaches schneller. Ein fairer Anbieter gibt diese Ersparnis an den Kunden weiter — Custom-Qualität zu einem Preis näher am Template. Wie das bei uns funktioniert, zeigt die Seite Webentwicklung.

Woraus sich die Kalkulation einer Website zusammensetzt

Eine seriöse Kalkulation ist nicht die Zeile „Website schlüsselfertig — 5.000 €“, sondern eine Aufschlüsselung nach Phasen, in der sichtbar ist, wofür Sie zahlen. Hier ist die Struktur der Kalkulation einer Corporate Website mit dem typischen Anteil jeder Phase:

PhaseAnteilWas getan wirdWas passiert, wenn man sie streicht
Analyse und Prototyp10–15 %Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse, Struktur, Angebot, SeitenprototypenEine schöne Website „am Kunden vorbei“: Traffic da, Anfragen nicht
Design20–25 %Designkonzept, Layouts aller Seitentypen, mobile VersionTemplate-Optik, kein Vertrauen in umkämpfter Nische
Umsetzung und Entwicklung30–35 %Frontend, CMS oder Framework, Formulare, Integrationen, BackendNicht streichbar; günstiger wird es per fertigem Template
Content10–15 %Seitentexte, Fotos und Grafik, Befüllung„Wir warten auf Texte“ — und der Launch verschiebt sich um Monate
SEO-Basis und Analytics5–10 %Struktur nach Suchnachfrage, Meta-Tags, strukturierte Daten, Ladezeit, GA4, Conversion-ZieleEine unsichtbare Website: Die Vermarktung beginnt mit teurem Umbau
Tests und Launch5–10 %Browser- und Mobiltests, Last, Umzug auf Produktion, RedirectsKaputte Formulare — und Sie erfahren es von Ihren Kunden

Diese Aufschlüsselung ist Ihr wichtigstes Verhandlungswerkzeug. Wenn der Anbieter Phasen und Stunden zeigt, lässt sich die Kalkulation bewusst kürzen: Custom-Design nur für Startseite und Verkaufsseiten, Template für Unterseiten, eine kleinere erste Seitenstufe. Ist die Kalkulation eine einzige Zeile, gibt es nichts zu kürzen: Man bittet Sie zu glauben.

Wichtig Die Phase „SEO-Basis“ in der Entwicklungskalkulation ist keine Vermarktung, sondern Hygiene: saubere Struktur, Ladezeit, Markup. Die Vermarktung selbst ist ein eigenes Budget; was sie kostet und wann sie sich rechnet, haben wir im Artikel über SEO-Kosten aufgeschlüsselt. Wird die Basis beim Bau nicht gelegt, beginnt die Vermarktung mit einem kostenpflichtigen Umbau der Website.

Versteckte Kosten: Was eine Website pro Monat kostet

Die Frage, die vor der Vertragsunterschrift fast niemand stellt: Was kostet die Website nach dem Launch? Im Angebot steht diese Zahl nicht, dabei ist sie wesentlich: Kalkulieren Sie für den Betrieb 10–20 % der Entwicklungskosten pro Jahr.

BetriebspostenRichtwert 2026Kommentar
Domain10–40 €/Jahr.de und .at sind günstig, Premium-Endungen teurer
Hosting / VPS70–700 €/JahrDer Visitenkarte genügt Shared Hosting, der Shop braucht einen VPS
CMS- und Plugin-Lizenzen0–700 €/JahrKommerzielle Themes, Plugins und Shop-Abos werden jährlich verlängert; Open Source ist kostenlos
Technischer Support und Anpassungen120–600 €/MonatUpdates, Backups, kleine Erweiterungen; eine lebendige Website ändert sich ständig
Dienste0–60 €/MonatDomain-Postfach, Captcha, CDN, Monitoring, Quiz- und Chat-Widgets
SSL-Zertifikat0 €Let’s Encrypt ist kostenlos; für Basis-SSL zahlt man 2026 nicht mehr

Drei versteckte Kostenposten, die nicht einmal in dieser Liste auftauchen:

  • Nachbesserungen nach dem Launch. Marktpraxis: 10–20 % der Projektkosten fließen im ersten Jahr in das, was im Briefing „vergessen“ wurde. Je schwächer die Analyse am Start, desto höher dieser Anteil.
  • Der Umbau der billigen Website. Das teuerste Szenario: eine Website für 1.000 €, die nach einem halben Jahr für 4.500 € neu gebaut wird, weil sie keine Anfragen bringt. Endpreis: 5.500 € plus ein halbes Jahr verlorener Traffic. Bevor Sie neu bauen: Prüfen Sie mit unserer Funnel-Diagnose, warum die Website keine Anfragen bringt — oft ist die Ursache punktuell reparierbar.
  • Geisel des Anbieters. Wenn Domain, Hosting und Quellcode auf den Dienstleister laufen, kostet jede Änderung so viel, wie er verlangt. Bestehen Sie darauf, dass alle Konten auf Ihr Unternehmen laufen — das ist kostenlos, wenn Sie es vor dem Start ansprechen.

Website für 3.500 € gegen Website für 10.500 €: welche sich rechnet

Der größte Fehler bei der Wahl ist der Vergleich nach Entwicklungspreis. Eine Website ist keine Ausgabe, sondern ein Produktionsmittel für Anfragen — vergleichen muss man die Kosten pro Anfrage, die sie liefert. Rechnen wir es in Zahlen durch.

Die Bedingungen sind identisch: Auf beide Websites schalten wir Google Ads — 2.000 Besuche pro Monat bei 1,50 € pro Klick, Budget 3.000 €/Monat. Die Lead-zu-Abschluss-Quote beträgt 25 %, der Gewinn pro Abschluss 550 €. Der Unterschied liegt nur in den Websites selbst: Die erste ist ein Template ohne Analyse (Besuch-zu-Anfrage-Conversion 1,2 %), die zweite ist vom Angebot her konzipiert, mit Ladezeit-Optimierung, Quiz-Formular und datenbasierten Nachbesserungen (Conversion 2,5 % — keine Fantasie, sondern das normale Ergebnis einer durchgearbeiteten Landingpage).

KennzahlWebsite für 3.500 €Website für 10.500 €
Traffic pro Monat2.000 Besuche2.000 Besuche
Werbebudget3.000 €3.000 €
Conversion zu Anfragen1,2 %2,5 %
Anfragen pro Monat2450
Kosten pro Anfrage125 €60 €
Abschlüsse (Quote 25 %)612
Gewinn aus Abschlüssen (550 €/Abschluss)3.300 €/Monat6.600 €/Monat
Gewinn minus Werbung+300 €/Monat+3.600 €/Monat

Der Preisunterschied der Websites beträgt 7.000 €. Der Ergebnisunterschied: 3.300 € Gewinn pro Monat. Die teurere Website holt den Aufpreis in 2–3 Monaten herein und bringt danach jeden Monat 3.300 € mehr. Die „günstige“ Website für 3.500 € balanciert dagegen an der Nullgrenze: Die Werbung frisst fast den gesamten Gewinn, und jede Erhöhung der Klickpreise zieht das Projekt ins Minus.

Jetzt die ehrliche Einschränkung — wann die günstige Website die richtige Wahl ist:

  • Sie testen eine Hypothese und wollen nicht in ein ungeprüftes Produkt investieren — eine Landingpage für 600–1.000 € für den Werbetest ist ehrlicher;
  • die Website wird als Visitenkarte „es gibt uns“ gebraucht, die Kunden kommen über Empfehlungen — Conversion ist nicht ihre Aufgabe;
  • Sie haben kein Budget für Traffic: Ohne Werbung und SEO realisiert sich der Conversion-Unterschied nicht — eine teure Website ohne Besucher amortisiert sich genauso wie eine billige, nämlich gar nicht.
Kernaussage Die richtige Frage lautet nicht „Was kostet die Website?“, sondern „Was wird die Anfrage über diese Website kosten?“. Eine Kalkulation ohne Prognose der Kosten pro Anfrage ist der Preis einer Schachtel ohne Inhalt. Verlangen Sie vom Anbieter eine Unit-Economics-Rechnung vor dem Start — nach unserer Erfahrung ist das die erste Frage, die „Pixelmaler“ von Marketern trennt.

Checkliste zur Angebotsprüfung: 10 Fragen

Sie haben drei bis fünf Angebote mit um ein Mehrfaches gestreuten Preisen auf dem Tisch. Prüfen Sie jedes mit dieser Checkliste — an den Antworten erkennen Sie, wer ein Vertriebswerkzeug baut und wer Designerstunden verkauft.

  1. Ist die Kalkulation nach Phasen aufgeschlüsselt? Analyse, Prototyp, Design, Entwicklung, Content, Tests — mit Preis je Phase. „Schlüsselfertig — 5.000 €“ in einer Zeile ist Warnsignal Nr. 1.
  2. Gibt es eine Analysephase? Wenn der Anbieter bereit ist, „morgen mit dem Design zu starten“, ohne nach Zielgruppe, Wettbewerbern und Anfragenziel zu fragen, malt er ein Bild — statt einen Vertriebskanal zu bauen.
  3. Ist die Unit Economics gerechnet? Fordern Sie die Prognose: Welche Conversion wird angesetzt, welche Kosten pro Anfrage ergeben sich bei Ihrem Traffic? Wer die Rechnung verweigert, will für das Ergebnis nicht geradestehen.
  4. Ist der Umfang fixiert? Anzahl Seiten, Templates, Formulare, Integrationen — und was als Zusatzleistung gilt, mit Preisliste dafür. Sonst wächst das Budget „unterwegs“ um 30–50 %.
  5. Sind Stack und Rechte benannt? Womit gebaut wird (CMS, Framework) und wem Quellcode, Domain und Hosting-Konten gehören. Alles muss auf Sie laufen — prüfen Sie das vor der Anzahlung.
  6. Stehen mobile Version und Ladezeit in den Abnahmekriterien? Über 70 % des kommerziellen Traffics ist mobil. Verlangen Sie Core-Web-Vitals-Zielwerte im Vertrag statt „responsive“ als Lippenbekenntnis.
  7. Ist die SEO-Basis enthalten? Struktur nach Suchnachfrage, Meta-Tags, strukturierte Daten, robots.txt, Sitemap, Redirects beim Umzug. „SEO später, per Extra-Vertrag“ für die Basis heißt: dieselbe Arbeit wird zweimal verkauft.
  8. Wer schreibt die Texte? „Content liefert der Auftraggeber“ ist der legale Weg, den Angebotspreis zu senken und 10–15 % der Arbeit auf Sie abzuwälzen. Vergleichen Sie Kalkulationen mit identischem Leistungsumfang.
  9. Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Normal: 2–3 Iterationen in der Designphase mit Festpreis darüber hinaus. Nicht normal: „Korrekturen kostenlos und unbegrenzt“ (endet im Konflikt) oder die erste Korrektur schon gegen Aufpreis.
  10. Was passiert nach dem Launch? Support-Tarif, Reaktionszeiten, Stundensatz für Erweiterungen. Verschwindet der Anbieter nach der Abnahme, suchen Sie den nächsten für fremden Code.

Warnsignale außerhalb der Liste: „Website schlüsselfertig in 3 Tagen“, 100 % Vorkasse, Portfolio ohne Links auf echte Websites, die Garantie „Platz 1 bei Google“ als Gratisbeigabe zur Entwicklung. Die Richtwerte unserer Preise sind auf der Seite Preise offen einsehbar — vergleichen Sie.